Donnerstag, Mai 23, 2013
   
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St. Pölten: Selbstmord bei Cobraeinsatz

Nachrichten - News St. Pölten, NÖ Zentral - Polizei, Rettung, Feuerwehr

25-Jähriger erschoss Diensthund und sich selbst trauerk

Nachrichten St. Pölten: Dramatische Stunden im St. Pöltner Ortsteil Spratzern in der Nacht vom 10. auf den 11. Mai 2012:

Die Polizei wurde von Passanten gegen 21 Uhr verständigt, dass ein Mann mit seinem Und einem Dobermann unterwegs sei. Er sei dabei mit einer Axt bewaffnet.

Als die Polizei eintraf, bedrohte er die Beamten mit seiner Axt und flüchtete in seine Wohnung in den zweiten Stock eines Mehrparteienhauses. Dort verbarrikadierte er sich. Bei einer Personenanfrage und nach Gespräch mit Anrainern und Nachbarn stellte sich heraus dass der Mann amtsbekannt war und als gewalttätig und "Waffennarr" bekannt sei. So kam es auch immer wieder zu Problemen mit dem Mann.

Daraufhin wurde das Einsatzkommando "Cobra" angefordert, die mit 20 Mann anrückte. Dadurch fühlte sich der Mann scheinbar in die Ecke gedrängt. Er weigerte sich den Beamten die Wohnungstüre zu öffnen und gegen 0.15 Uhr feuerte er in Richtung der Beamten. Daraufhin wurde ein Diensthund in die Wohnung geschickt und vom 25-Jährigen erschossen. Anschließend kam es zu einem Schußwechsel.

Gegen 2.30 Uhr wurde der Mann dann in seiner Wohnung tot aufgefunden. Die Obduktion ergab, dass sich der Täter selbst mit einem Schuss in den Mund richete.

In der Wohnung wurden zahlreiche Gewehre und Munition aufgefunden.

Bericht der Sicherheitsdirektion für Niederösterreich:

Am 10. Mai 2012, gegen 21.20 Uhr, wurde Anzeige erstattet, dass ein vorerst unbekannter Mann in 3100 St. Pölten – Spratzern, einen Hund quälen würde.

Beim Eintreffen von Beamten der Polizeiinspektion Spratzern hat der Tatverdächtige die einschreitenden Polizeibeamten mit einer Hacke bedroht. Trotz mehrmaliger Aufforderung unterließ der Mann die Drohungen gegenüber den Beamten nicht, flüchtete in seine nahe gelegene Wohnung und verbarrikadierte sich dort unter Verwendung von Einrichtungsgegenständen.

Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um einen 25-jährigen österreichischen Staatsbürger.

Da kein Kontakt zum 25-Jährigen hergestellt werden konnte, verständigten die Beamten weitere Einsatzkräfte und das EKO Cobra. Nach dessen Eintreffen, und da noch immer kein Kontakt hergestellt werden konnte, wurde gegen 00.05 Uhr die Wohnungstür von den Einsatzkräften geöffnet. Als die Beamten des EKO Cobra diese öffneten, gab der Beschuldigte gezielte Schüsse auf die Beamten des Zugriffsteams und einen Zugriffshund der Polizei ab, woraufhin auch die Beamten des Zugriffsteams Schüsse abgaben. Die Einsatzkräfte wurden nicht verletzt, der Polizeidiensthund jedoch tödlich getroffen.

Daraufhin wurde der Einsatz mit Spezialausrüstung (schusssicheres Schild) gegen 02.15 Uhr fortgesetzt.

Gegen 02.20 Uhr wurde dann der 25-Jährige tot in der Wohnung aufgefunden. Weiters wurden mehrere Langfeuerwaffen und Munition sichergestellt. Ob er die Waffen legal im Besitz hatte oder nicht, ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen. Als die Beamten die Wohnung betraten, waren in dieser mehrere Gegenstände - vermutlich zur Verteidigung – zu einer "künstlichen Barrikade" aufgebaut.

Die genaue Todesursache des 25-Jährigen ist noch Gegenstand der Ermittlungen. Seitens der Staatsanwaltschaft St. Pölten wurde eine Obduktion angeordnet.

Die weiteren Ermittlungen zum Schusswaffengebrauch werden von einem Ermittlungsteam des Landespolizeikommandos Niederösterreich geführt. Die Tatortarbeit wird vom Landeskriminalamt Niederösterreich, Assistenzbereich Tatort, durchgeführt.

Exekutivbeamte und unbeteiligte Personen wurden nicht verletzt.

Nachtrag: Die Obduktion ergab Selbstmord durch Pistolenschuß in den Mund.

St. Pölten - NÖ Zentral Berichte

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