Montag, Mai 20, 2013
   
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Sagen, Mythen, Legenden aus St. Pölten Stadt und Land, Bezirke Lilienfeld und Melk

Sagen, Legenden, Mythen, Erzählungen  und Schwänke aus vergangen Zeiten aus St. Pölten Stadt u. Land und Bezirk Lilienfeld

Sagen, Legenden, Mythen, Erzählungen  und Schwänke aus St. Pölten Stadt, St. Pölten Land und NÖ Zentral aus vergangenen Zeiten. Wir haben die Inhalte unverfälscht und ohne Korrektur freigegeben. Sehr viele stammen aus dem Werk des St. Pöltner Heimatforscher Prof. Josef Buchinger: "Beiträge zur Volkskunde der St. Pöltner Heimat". Wir setzen die Beiträge natürlich in unregelmäßigen Abständen weiter fort. Haben auch Sie für uns Sagen, Erzählungen, alte Bücher, Fotos, Dokumente dann bitte nehmen Sie mit uns Kontakt auf -Link bitte klicken-

Der Blutbach bei Freiland (1683) - Die Abwehr der Türken im oberen Traisental

St. Pölten Stadt u. NÖ Zentral - Sagen, Mythen, Legenden, Erzählungen

Eine Erzählung aus dem Bezirk Lilienfeld

Wall und Graben wehrten den Türken den Zutritt zum Stifte Lilienfeld. Der Wald wurde gelichtet, damit sie sich nicht anschleichen konnten, und die Straßen wurden durch Verhaue unwegsam gemacht. Das größte Hindernis aber war wohl die Türkenmauer in Freiland.

Die braven Traisentaler arbeiteten viele Tage und Nächte an dieser Mauer, die allen Bewohnern bis Mariazell hinein Schutz gewähren sollte.

Es dauerte nicht lange, bis der Ruf erschall: "Die Türken kommen!" Sofort wurde ein Höhenfeuer entzündet und dieses verabredete Zeichen sollte die Türnitzer und Hehenberger zur Hilfe herbeirufen. Sie kamen auch rasch, geführt vom greisen P. Lorenz Molderer und dem Schulmeister Johann Chrysostomus Eberl, bewaffnet mit alten Stutzen, Morgensternen, Sensen, Mistgabeln und Dreschflegenl. Sie bezogen bei der Mauer ihre Stellungen.

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Die Erlebnisse eines Stattersdorfer Mädchens

St. Pölten Stadt u. NÖ Zentral - Sagen, Mythen, Legenden, Erzählungen

Eine Erzählung aus der Zeit der Türkenkriege aus Stattersdorf bei St. Pölten

Aus unserer Heimat schleppten die Türken ein Mädchen aus Stattersdorf mit, das bei den Türken alle Arbeiten verrichten mußte. Wenn es nun Brot backen mußte, so machte es beim "Dampfisetzen" ein Kreuz in den Teig hinein, wie sie es als fromme Christin daheim lernte, um dabei den Segen Gottes herabzurufen.

Die Türken konnten als Anhänger des Islams aber das Kreuz nicht sehen und drohten dem Mädchen strenge Strafen an, wenn es noch einmal ein Kreuz mache. Da nahm das schlaue Mädchen nächstesmal zum Brotbacken kein "Ura" (Sauerteig) dazu. Der Teig blieb sitzen und das Brot wurde ungenießbar. Das Mädchen erklärte nun den Türken, daß das Brot nicht gut werden könne, wenn es kein Kreuz mache. Nun sagten die Türken, wenn sie wieder Brot backe, solle sie nur wieder das Kreuz machen.

Das Mädchen flüchtete bei Nacht eilend, über die türkische Grenze und kam nach vielen Wochen unsagbarer Entbehrungen wieder zurück in ihre liebe Heimat Stattersdorf.

 

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